Tag der Franken

Große Zustimmung im Bayerischen Landtag



Ein "Tag der Franken" soll ab 2006 jedes Jahr am Sonntag nach Pfingsten begangen werden. Zustimmung kam hier nicht nur von den Abgeordneten der Opposition, auch die Mitglieder der CSU begrüßten die Eingabe eines Hofer Bürgers.


Die Nachricht machte schnell die Runde: Die Petition eines Hofer Bürgers wurde vom Petitionsausschuss an die Staatsregierung mit Würdigung weitergereicht. Diese solle die Initiative unterstützen, sich aber aus der Organisation heraus halten, so die CSU-Abgeordnete Christine Haderthauer. Der Ball wurde an den fränkischen Tourismusverband und die Kommunen weitergespielt. Aber auch Vereine und Organisationen in Franken sollen einen Beitrag leisten, schließlich geht es hier um den Tag der Franken und nicht wie vom SPD-Abgeordneten Hans-Joachim Werner befürchtet und einen Tag der Regierung: "Wird das kein Tag der Franken, sondern ein Tag der Staatsregierung."

Auch Petra Guttenberger, Stadträtin und Landtagsabgeordnete der CSU, unterstützt den Vorschlag. Sie betonte, dass gerade hier die Zusammengehörigkeit der drei fränkischen Regierungsbezirke eindrucksvoll demonstriert werden kann. Damit sollte auch endlich das Selbstbewusstsein der Franken innerhalb Bayerns gestärkt werden. Der Vorschlag, den Start des Frankentages mit dem Jubiläum "Franken: 200 Jahre in Bayern" zu verknüpfen, stieß aber vor allem bei den selbstbewussten Franken auf wenige Gegenliebe.

Der Vorsitzende der CSU-Fraktion, Joachim Herrmann, will das Anliegen des Petenten im Bayerischen Landtag, einen Tag der Franken einzuführen, ebenfalls grundsätzlich unterstützen. "Unterstützt durch entsprechende Aktivitäten könnte er einerseits die geschichtliche kulturelle Identität Frankens in seiner Gesamtheit, andererseits auch die liebenswerten individuellen Unterschiede der fränkischen Regionen zum Ausdruck bringen.", so der Fraktionsvorsitzende. Herrmann richtete an die fränkischen Bezirkstagspräsidenten die Bitte, ihrerseits die Idee aufzugreifen und in einer gemeinsamen Initiative zum Tag der Franken weiter zu konkretisieren.

Einen konkreten Forderungskatalog zum Frankentag hat der SPD-Abgeordnete Dr. Manfred Scholz "zur angemessenen Würdigung des für die Einheit und das Selbstwertgefühl der Franken so bedeutsamen Datums 2. Juli" erstellt. "Die Städte und Gemeinden in den fränkischen Bezirken Bayerns sollten zumindest dort, wo ein Bezug zur fränkischen Geschichte besteht, angeregt werden, am 2. Juli die Flagge mit dem fränkischen Rechen zu hissen, fordert der SPD-Abgeordnete. "Eine Veranstaltung am 2. Juli mit einer Ausstellung im Haus der Fränkischen Geschichte auf Burg Abenberg bei Roth ist das Mindeste" und "der nächste Kalender des Hauses der Bayerischen Geschichte sollte aus Anlass der fränkischen 500-Jahr-Feier die Geschichte Frankens zum Inhalt haben". Die einigende, stabilisierende und friedensstiftende Wirkung des Reichskreises vor 500 Jahren weise im übrigen auch Parallelen zur europäischen Einigung unserer Tage auf, was das Thema auch zur Vermittlung in den Schulen interessant mache.

 

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