Unterschriftenaktion

"Rettet das fränkische Bier"


 

1. Warum die Aktion?

Die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, Eigentümer vieler historischer und öffentlicher Gebäude und Parks unter der Führung des bayerischen Finanzministers Kurt Faltlhauser beabsichtigt, in den bewirteten Lokalen dieser Gebäude die Bierlieferanten Weihenstephaner und Münchner Hofbräu vorzuschreiben!

So wird unter anderem in der Eremitage (Bayreuth), der Residenz (Würzburg), der Nürnberger Kaiserburg oder Plassenburg in Kulmbach nicht mehr die fränkische Biertradition aufrechterhalten, sondern diese unterjocht und durch oberbayerisches Bier ersetzt!

Wir Franken haben es nicht nötig, dass Bier über die ohnehin schon überlastete A9 gekarrt wird, wo wir hier weltweit die höchste Brauereidichte besitzen! Wir können in Franken sehr gut auf oberbayerisches Bier verzichten, sind unsere kleinen, aber feinen Brauereien doch über die fränkische Grenze hinweg bekannt und beliebt.

Die aktuelle Bierkrise, an der auch sehr viele fränkische Brauerei leiden, wird durch die absolut überflüssige und sinnlose Aktion des bayerischen Finanzministers Kurt Faltlhauser unterstützt und die fränkische Bierlandschaft daher irreparabel geschädigt!

Wir fragen uns zudem, warum gerade der Weihenstephaner Bierlieferant gewählt wurde? Tatsache ist, dass Weihenstephaner eine bayerische Staatsbrauerei ist und Gewinne damit nach München fließen. Es kommt der Verdacht auf, dass die Bayerische Staatsregierung ihre eigenen Unternehmen gegenüber der fränkischen Brauereiwirtschaft einseitig bevorzugt! Die juristische Korrektheit mag zweifelhaft sein, die Moralische ist dies jedoch auf keinen Fall: Hier zeigt sich offensichtlich, dass München der Norden des Freistaats gleichgültig ist, nur das eigene Oberbayern zählt!

Wir fordern daher Herrn Faltlhauser auf, umgehend von diesen Plänen öffentlich abzurücken und sich für den Versuch der Zersetzung der fränkischen Bierkultur öffentlich bei uns Franken zu entschuldigen.

Wenn auch Sie diese Meinung unterstützen, dann nehmen Sie doch im Folgenden an der Unterschriftenaktion teil und setzen Sie damit ein Zeichen gegen die Pläne des Bayerischen Finanzministers Kurt Faltlhauser. Freunde und Bekannte können Sie hier über diese Aktion informieren...

Was denken die fränkischen Brauereien? Wenn Sie sich ein Bild davon machen möchten, oder selbst eine Brauerei besitzen, so können Sie hier alles weitere nachlesen.

 

2. Die Antwort:

Die Unterschriften wurden ausgedruckt und an den Finanzminister gesendet. Die Textpassagen aus der Antwort von Herrn Falflhauser finden Sie hier:

"Die Bayerische Staatsregierung hat sich aus Traditionsgründen entschieden, das Staatliche Hofbräuchaus München und die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan nicht zu verkaufen. Diese Unternehmen genießen keine Privilegien, [...]"

"Bekanntlich ist der Bierkonsum rückläufig, der Wettbewerb hat sich auf dem Biermarkt in den letzten Jahren ganz erheblich verschärft. Es müssen daher betriebswirtschaftlich alle sich bietenden Möglichkeiten genutzt werden, um dieser negativen Entwicklung entgegenzuwirken. Dazu gehört auch der Ausschank von staatlichen Bieren in staatseigenen Objekten."

"Nach aktuellem Stand gibt es 68 Pachtgaststätten des Freistaates Bayern. Davon wird in weniger als der Hälfte HB-Bier bzw. Bier der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan ausgeschenkt."

"Bei der Prüfung eines Bierlieferantenwechsels in staatseigenen Gaststätten wird mit großem Bedacht vorgegangen [...] Eine quasi flächendeckende Kündigung zugunsten der Staatsbrauereien [...] ist weder beabsichtigt noch sinnvoll."

"Weitere Kündigungen sind nicht geplant. Das gilt auch für die von Ihnen angesprochenen Besuchsobjekte der Schlösserverwaltung."

"Ich hoffe, dass mit diesen eindeutigen Darlegungen die Fränkische Seele, die ich weiß Gott nie verletzen will, beruhigt ist."

 

3. Die Zukunft?

Zuerst möchte ich mich bei Ihnen für Ihre Mithilfe bedanken, das fränkische Bier zu retten! Natürlich werden wir uns auf diesem Erfolg nicht ausruhen, sondern den Sachverhalt genau beobachten. Sollte der Finanzminister nicht zu seinem Wort stehen, werden wir auch in Zukunft wieder in Aktion treten! Versprochen!

Ihr Markus Preißner


copyright by Markus Preißner 2004